Politik

Unionsspitzen gegen Urwahl des Kanzlerkandidaten

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Der Vorschlag des CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber, den gemeinsamen Spitzenkandidaten der Union per Urwahl von den Mitgliedern bestimmen zu lassen, wird von der Unionsspitze rundweg abgelehnt.

CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte zu BILD: „Es hat sich bewährt, dass die Kanzlerkandidaten der Union gemeinschaftlich von beiden Parteien und deren Parteivorsitzenden vorgeschlagen werden. Für ein solches gemeinschaftliches Vorgehen von CDU und CSU ist das Verfahren einer Urwahl nicht geeignet.“

Eine klare Absage für eine Urwahl kommt auch vom CDU-Vize-Chef, Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl. „Die CDU Baden-Württemberg hat diesbezüglich doppelt Erfahrungen – und zwar keine guten. Selber werde ich keine Beiträge leisten, diese Selbstbeschäftigungsdebatte zu befeuern. Niemanden in der Bevölkerung interessiert dieses Funktionärspöstchengehabe. Die CDU sollte sich um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern – nicht ums Pöstchen im Jahr 2021.“

  • CSU-Legende schaltet sich ein

    Stoiber fordert Urwahl für nächsten Kanzlerkandidaten

    Die Werte-Union forderte den nächsten Unions-Kanzlerkandidaten per Urwahl zu bestimmen. Nun schaltet sich Stoiber in die Debatte ein.

Angesichts schlechter Umfragewerte für die Partei hatte es in CDU und CSU Zweifel gegeben, ob die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die nächste Kanzlerkandidatin der Union werden soll. Neben Stoiber hatten sich auch die konservative WerteUnion und die Mitglieder-Initiative „die Basis“ in der CDU für eine Urwahl ausgesprochen.

Dagegen hatte CDU-Vize Armin Laschet (58) bereits vor einigen Tagen ein Ende der Debatte gefordert. CDU und CSU würden sich vor der nächsten Bundestagswahl auf einen Kanzlerkandidaten einigen. „Annegret Kramp-Karrenbauer hat vorgeschlagen, dass die CDU sich dieser Frage auf einem Parteitag Ende 2020 widmen sollte. Wir sollten also die Fragen klären, wenn sie anstehen und nicht vorher“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Auch Friedrich Merz (63), der im Dezember die Stichwahl gegen AKK um den CDU-Vorsitz verlor, sieht „überhaupt keine Entscheidungsnotwendigkeit“, wie er am Mittwoch im SWR sagte. Eine eigene Kanzlerkandidatur schloss er zugleich nicht explizit aus.

Zuvor hatte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (51, CDU) gesagt, Kramp-Karrenbauer werde die nächste Kanzlerkandidatin sein.

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