Politik

Krankenkasse soll Fettabsaugen zahlen

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Der Gesundheitsminister will den Krankenkassen die Überschüsse absaugen!

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (38, CDU) künftig das Absaugen von Körperfett bezahlen. „Bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen“, sagte Spahn der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

„Ihnen wollen wir schnell und unbürokratisch helfen.“ Die Kassen weigern sich bisher, die „Liposuktion zur Behandlung des Lipödems“ zu bezahlen, weil „der Nutzen noch nicht hinreichend belegt“ sei.

Spahn will allein über Leistungen entscheiden

Mit einem Ergänzungsantrag zum derzeit im Bundestag beratenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TVSG) will Spahn sein Ministerium grundsätzlich ermächtigen, allein und ohne Zustimmung des Bundesrates darüber zu entscheiden, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen müssen. Bisher entscheiden die Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Kassen darüber.

Die Fettabsaugung dient Spahn nur als ein Beispiel. In dem Antrag heißt es laut FAZ, das Ministerium könne Methoden in die Versorgung aufnehmen, für die die Selbstverwaltung keine Regelung getroffen habe, oder für die sie „die Anerkennung eines diagnostischen oder therapeutischen Nutzens bisher abgelehnt hat“.

▶︎ Auch wenn es für neue Methoden kaum wissenschaftliche Belege gebe, komme eine Erstattung in Betracht, wenn es keine zumutbare Alternativbehandlung gebe.

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