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Deutsche Wirtschaft wächst um 0,4 Prozent

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Hurra, wir wachsen wieder! Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal 2019 allen Prognosen zum Trotz zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent zu. Nach dem Schwächeanfall 2018 die Wirtschaft damit wieder auf den Erfolgspfad zurückgekehrt.

Als Ursache machte das Statistische Bundesamt die Konsumfreude der Verbraucher und den Bauboom in Deutschland aus. Die neue Berechnung überrascht: Die Bundesregierung und zahlreiche Ökonomen hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr gesenkt, nachdem das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2018 ins Stocken geraten war.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent, statt wie zunächst mit 1,0 Prozent. Hauptgrund ist die Abkühlung der Weltwirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) nimmt die neue Entwicklung daher auch verhalten zur Kenntnis: „Das Wachstum im ersten Quartal diesen Jahres ist ein erster Lichtblick nach zwei Quartalen ohne Wachstum, vor allem dank einer guten Binnenwirtschaft. Gleichwohl ist es kein Grund zur Entwarnung.“

Die Gründe für das Wachstum

Für das überraschende Wachstum hat das Statistische Bundesamt zwei Hauptgründe ausgemacht. Zum einen seien die privaten Konsumausgaben den Angaben zufolge gegenüber dem Vorquartal kräftig gestiegen.

Die Verbraucher seien nach Angaben der Konsumforschungsgesellschaft GfK dank der historisch guten Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter in Kauflaune. GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl hatte erst kürzlich erklärt: „Wenn ich weiß, dass mein Arbeitsplatz einigermaßen gesichert ist, bin ich auch bereit, größere Ausgaben vorzunehmen oder mich eventuell sogar zu verschulden.“

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Auch die Investitionen in Bauten seien zum Jahresanfang deutlich gestiegen. Zum Beispiel hätten Unternehmen mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen investiert. Gemischte Signale kamen den Angaben zufolge dagegen vom Außenhandel.

Sorge wegen Handelskrieg zwischen China und den USA

Mit Sorge sieht die deutsche Wirtschaft die jüngste Eskalation im Streit zwischen den USA und China. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind die wichtigsten Einzelmärkte für „Made in Germany“. Holger Bingmann, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, warnte: „Die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten mit China ebenso wie mit Europa sind brandgefährlich für die Weltwirtschaft.“ Viele Arbeitsplätze und der wirtschaftliche Wohlstand hingen vom Zugang deutscher Unternehmen zu Märkten auf der ganzen Welt ab.

Im zweiten Halbjahr 2018 hatte die deutsche Wirtschaft einen Schwächeanfall erlitten. Belastet von Handelsstreitigkeiten und Problemen der Autoindustrie bei der Umstellung auf den Verbrauchs- und Abgasmessstandard WLTP war das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal geschrumpft. Zum Jahresende stagnierte die Wirtschaftsentwicklung in Europas größter Volkswirtschaft.

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