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Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter verhöhnt Opfer mit unglaublicher Aussage

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Prozess bringt Details ans Licht

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter verhöhnt Opfer mit unglaublicher Aussage

Die Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg erschütterte Deutschland: Elf Männer sollen eine 18-Jährige missbraucht haben. Eine Aussage im Prozess macht fassungslos.

Update vom 11. Juli 2019: Elf Männer sind wegen Vergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg angeklagt. Doch nur einer von ihnen äußerte sich jetzt vor Gericht, die anderen wollen zu den Vorwürfen schweigen. Timo P. (25) hingegen weist alle Vorwürfe von sich und behauptet das komplette Gegenteil: „Es wird immer gesagt, wir wären wie Monster über sie hergefallen. Aber die wusste, was sie will“, erklärte Timo P. vor Gericht. Er gab an, dass die junge Frau in einem Gebüsch vor der Diskothek eindringlich Sex von ihm verlangt habe. Er sei diesem Wunsch gefolgt, Gewalt habe es keine gegeben. Es habe sich laut seiner Aussage um einvernehmlichen Sex gehandelt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten hingegen gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten in der Anklageschrift vor. Die junge Frau, die unter Drogen stand und krampfte, wehrte sich mit ihren Fingernägeln und mithilfe kleiner Stöckchen die im Gebüsch lagen – vergeblich.

Prozess um Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Frau soll Sex massiv eingefordert haben

Update vom 1. Juli 2019: Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg haben Verteidiger der elf angeklagten Tatverdächtigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Die junge Frau könne sich so gut wie nicht an die Tatnacht und nur an einen der mutmaßlichen Täter erinnern, sagte die Pflichtverteidigerin Kerstin Oetjen am Montag, dem zweiten Verhandlungstag, vor dem Landgericht Freiburg. Zudem habe sie unter Drogen gestanden. Der Pflichtverteidiger Jörg Ritzel sagte, die Frau habe Sex massiv eingefordert. Beweise, die Vergewaltigungen belegten, gebe es nicht.

Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren; die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige nachts nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt zu haben. Am Montag wurden einige der Angeklagten zu Personalien vernommen – nicht zu den Tatvorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Video: Vorwurf der Gruppenvergewaltigung: Elf Angeklagte stehen in Freiburg vor Gericht

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter brüllt und pöbelt im Gerichtssaal

Nachricht vom 26. Juni 2019: Freiburg – Am Mittwoch hat der Prozess um die mutmaßliche  Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen begonnen. Elf Männer sind angeklagt. Sie sollen im Oktober 2018 die junge Frau in einer Diskothek im Freiburger Industriegebiet mit Hilfe von Drogen gefügig gemacht und in einem nahegelegenen Wäldchen gemeinschaftlich vergewaltigt haben.

Bei den Angeklagten handelt es sich um acht syrische Staatsangehörige zwischen 19 und 30 Jahren, einen 23-jährigen Iraker, einen 18-jährigen Algerier und einen 25-jährigen Deutschen.

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg: Angeklagter muss aus dem Saal geführt werden

Wie die Bild berichtet, kam es im Gerichtssaal beim Verlesen der Anklageschrift zu einem Zwischenfall. Einer der Angeklagten schrie herum. Polizisten führten den Mann dann aus dem Saal.

Der Angeklagte habe zuvor mit einer Faust auf dem Tisch gehämmert, brüllte die Sicherheitsleute an und sei richtig ausfällig geworden. Der Mann soll außerdem den gestreckten Mittelfinger gezeigt haben.

Vergewaltigung in Freiburg – Staatsanwalt schildert furchtbare Ereignisse

Die 18-Jährige, die Opfer des Verbrechens wurde, habe keine Chance gehabt, sich zu wehren, sagte Staatsanwalt Rainer Schmid zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Mittwoch.

Laut der Anklage soll einer der Männer der jungen Frau und ihrer Freundin zwei Ecstasy-Tabletten verkauft und ihr zusätzlich K.o.-Tropfen verabreicht haben. 

Der 22-jährige Hauptverdächtige soll die junge Frau dann unter dem Vorwand, ihr ein Tattoo am Oberschenkel zeigen zu wollen, nach draußen gelockt haben. Als die junge Frau sich umdrehte, um zurück zur Disco zu gehen, habe er sie in einem Gebüsch vor der Disco von hinten gepackt, ihren Rock, die Strumpfhose und Unterhose heruntergerissen und sie vergewaltigt.

Nach der ersten Vergewaltigung ging der 22-Jährige der Anklage zufolge zurück in die Disco und berichtete anderen Männern, dass draußen eine Frau liege, „die man f***** könne“, so Schmid.

Die wegen der Drogen krampfende und weinende 18-Jährige habe versucht, die Männer abzuwehren – mit Hilfe ihrer Fingernägel und kleiner Stöckchen, die im Gebüsch lagen. Jedoch ohne Erfolg. Dabei verletzte sie aber laut dem Staatsanwalt einige der Männer, die nun angeklagt sind. Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung ereignete sich am 14. Oktober 2018 in Freiburg.  

Vergewaltigung in Freiburg: So verläuft der Prozess gegen die elf Angeklagten

Der Prozess hat vor der Großen Jugendkammer des Landgerichts Freiburg begonnen. Die Jugendstrafkammer hat für das Verfahren insgesamt 27 Verhandlungstage terminiert. Allein die ersten drei Prozesstage sind für die persönlichen Angaben der Angeklagten vorgesehen. Am fünften Prozesstag soll das Opfer vermutlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Die zur Tatzeit 18-jährige Frau tritt auch als Nebenklägerin im Verfahren auf. Ein Urteil ist erst Ende des Jahres zu erwarten.

 AFP/dpa/ml

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