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WHO warnt vor Ausbreitung der Demenz

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Weltweit leben 50 Millionen Menschen mit der Krankheit, die die kognitiven Fähigkeiten beschädigt, und diese Zahl wird sich in absehbarer Zeit verdreifachen. Die WHO fordert Staaten und den Einzelnen auf gegenzusteuern.

Wer sich mehr bewegt und mit dem Rauchen aufhört, kann damit auch einer Demenz-Erkrankung vorbeugen. Das geht aus den Leitlinien hervor, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erstmals veröffentlichte. Sie weist dabei auch auf einen Zusammenhang von Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck mit Demenz hin.

Laut WHO verschlechtert Demenz die Fähigkeiten sich zu erinnern, zu denken, sich zu orientieren, zu rechnen, zu lernen, zu sprechen und zu urteilen. Ursachen sind Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns. Bei Betroffenen führt dies in der Regel zu Hilflosigkeit und schwerster Bedürftigkeit sowohl in psychischer als auch in körperlicher Hinsicht. Viele erkennen ihre Angehörigen nicht mehr, manche werden aggressiv.

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Es gibt weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel dagegen. “Ein körperlich aktiver Lebensstil ist verbunden mit der Gesundheit des Gehirns”, heißt es unter anderem in den neuen Leitlinien. Große Studien hätten gezeigt, dass körperlich aktive Menschen seltener Krankheiten wie Demenz und Alzheimer bekommen. “Physische Aktivität scheint einen vorteilhaften Einfluss auf die Struktur des Gehirns zu haben.” Außerdem sei ausreichend Bewegung auch gut gegen Bluthochdruck – und der sei ebenfalls ein Risikofaktor für eine Demenzerkrankung.

Das größte Risiko zu erkranken, birgt das Alter. Vor dem 65. Lebensjahr sind nur wenige betroffen, unter den 85- bis 89-Jährigen leidet nach Auskunft der Deutschen Alzheimer Gesellschaft jeder Vierte an Demenz. Aus Sicht der WHO hat aber auch die allgemeine Gesundheit und der Lebensstil einen Einfluss. Vorsorge sei daher eben auch mit öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen möglich.

uh/sti (dpa, epd)

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