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Trump-Minister stürztüber Epstein-Affäre

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Das Weiße Haus erlebt die ersten Konsequenzen der Missbrauchs-Affäre um Milliardär Jeffrey Epstein (66). Am Freitag ist Donald Trumps Arbeitsminister Alexander Acosta (50) zurückgetreten.

Das gab US-Präsident Donald Trump (73) am Freitag nach Angaben von Reportern im Beisein von Acosta bekannt. Trump erklärte, es sei die Entscheidung des Ministers gewesen. Acosta sei ein „großartiger“ Arbeitsminister gewesen, bedauerte Trump den Rückzug. Acosta hatte das Amt seit Ende April 2017 ausgeführt. Sein Rücktritt wird in sieben Tagen wirksam.

Der Jurist Acosta war in den vergangenen Tagen verstärkt unter Druck geraten. Hintergrund ist ein umstrittener Deal vor mehr als zehn Jahren, der dem Unternehmer Jeffrey Epstein ein Verfahren vor einem Bundesgericht ersparte – und dem Acosta als damaliger Staatsanwalt in Florida zustimmte.

Schon damals, 2008, hatte sich Epstein wegen schwerer Missbrauchsvorwürfe verantworten müssen. Er erhielt damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe – und kam nach 13 Monaten frei. US-Medienberichten zufolge genoss der Milliardär dabei sogar großzügige Hafterleichterungen wie täglichen Freigang. Epstein zählte früher unter anderem Trump, Ex-Präsident Bill Clinton und Prinz Andrew zu seinen Freunden.

Epstein drohen bis zu 45 Jahre Haft

Noch am Mittwoch hatte sich Arbeitsminister Acosta gegen Rücktrittsforderungen der Demokraten gewehrt und sein Vorgehen als Staatsanwalt in Florida verteidigt. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte am Montag neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Sie beschuldigt ihn, Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet zu haben.

  • Anklage gegen Jeffrey Epstein

    US-Milliardär wegen Sex-Handels vor Gericht

    Der reiche Unternehmer (66) soll Minderjährige für Nacktmassagen bezahlt haben, die in Oralsex, Masturbation und Schlimmerem endeten.

Der Anklageschrift zufolge wirft ihm die New Yorker Staatsanwaltschaft Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vor. Der Investmentbanker weist alle Anschuldigungen zurück. Bei einer Verurteilung drohen dem 66-Jährigen bis zu 45 Jahre Haft.

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