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Flugdaten der beidenTodesflüge ähneln sich

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Blackbox der abgestürzten Boeing 737 MAX nach Paris gebracht – Weltweit alle Maschinen des Unglücksmodells aus dem Verkehr gezogen

Abstürze von zwei Maschinen der Modellreihe Typ Boeing 737 MAX in weniger als einem halben Jahr – war die Ursache dieselbe?

Nach zahlreichen anderen Ländern verhängen vorsichtshalber nun auch die USA ein Startverbot für den Flugzeugtyp. Der Grund: Die Ermittler haben neue Erkenntnisse.

▶︎ Die US-Luftfahrtbehörde FAA begründete das Verbot am Mittwoch (Ortszeit) mit neuen Informationen zum Absturz einer Boeing 737 MAX 8 in Äthiopien, die auf Ähnlichkeiten zum Crash eines baugleichen Flugzeugs im Oktober 2018 in Indonesien hinwiesen.

Diese Erkenntnisse erforderten weitergehende Untersuchungen, ob es sich möglicherweise um dieselbe Absturzursache handele, hieß es in einer Dringlichkeitsanordnung der FAA.

Die FAA stellt sich auf eine längere Stilllegung der Maschinen des Typs Boeing 737 MAX ein. Der amtierende Behördenchef Daniel Elwell sagte vor Journalisten, er rechne mit einer Wiederaufnahme der Flüge „innerhalb von ein paar Monaten“, wie unter anderem das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Donnerstag berichtete.

Schon vor den USA hatten Europa, weite Teilen Asiens und zuletzt Kanada die Boeing 737 MAX mit einem Startverbot belegt. Mit dem Verbot in den USA bleiben inzwischen mehr als 310 Maschinen am Boden.

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing empfahl am Mittwoch als Vorsichtsmaßnahme ein vorübergehendes Startverbot für alle 371 Flugzeuge der Baureihe 737 MAX weltweit.

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„Einige Ähnlichkeiten“ der Abstürze

In der FAA-Anordnung heißt es, die Untersuchungen am Wrack der Maschine hätten am Mittwoch neue Informationen zutage gefördert.

Gekoppelt mit Satellitendaten zur Flugbahn nach dem Start der Ethiopian-Airlines-Maschine in Addis Abeba wiesen sie „einige Ähnlichkeiten“ zum Absturz in Indonesien auf. Elwell habe beschlossen, „dass eine Gefahr mit Bezug zur Sicherheit bei der kommerziellen Luftfahrt besteht“.

Mit dem Startverbot für alle Boeing 737 MAX waren die USA am Mittwoch dem Beispiel der EU und zahlreicher Staaten gefolgt. Die FAA teilte mit, alle Maschinen diesen Typs müssten am Boden bleiben, solange weitere Untersuchungen wie etwa die Auswertung der Flugdaten des abgestürzten Flugzeugs liefen. FAA-Experten unterstützen die äthiopischen Behörden am Unfallort bei der Untersuchung.

Mittlerweile sind den Daten der Internetseite FlightRadar24 zufolge weltweit alle Maschinen des Unglücksmodells am Boden.

Das Flugzeug war am Sonntag abgestürzt und hatte 157 Menschen in den Tod gerissen. Bei dem Crash der Boeing 737 MAX 8 der indonesischen Lion Air im vergangenen Oktober waren 189 Menschen gestorben.

Französische Experten sollen die Ursache des Absturzes einer Boeing 737 MAX in Äthiopien herausfinden. Der Stimmen-Rekorder und der Flugdatenschreiber seien nach Paris gebracht worden, teilte die betroffene Fluggesellschaft Ethiopian Airlines am Donnerstag mit. Sie würden im Laufe des Tages der französischen Behörde zur Aufklärung von Flugunfällen BEA ausgehändigt.

Deutschland hatte eine Untersuchung zuvor abgelehnt. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hatte erklärt, sie verfüge nicht über die entsprechende Software.

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