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Abi-Prüfung muss an 130 Schulen wiederholt werden

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Was für eine Erleichterung, wenn man eine Abi-Prüfung hinter sich gebracht hat, auch wenn man vielleicht nicht ganz zufrieden mit sich ist. Und was muss es für ein Schock gewesen sein, als Schüler in Baden-Württemberg erfuhren, dass sie NOCH MAL RAN MÜSSEN!

Die diesjährige Prüfung im Fach Gemeinschaftskunde soll an 130 Gymnasien wiederholt werden, wie „Mannheimer Morgen“ und „Heilbronner Stimme“ berichteten. Schuld daran ist ein einziges Wort, über das ein Streit entbrannte.

In einer Teilaufgabe wurde nach Informationen der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) der Begriff „Kategorienmodell“ vorausgesetzt. Dieser Begriff sei aber in dem Fach überhaupt nicht üblich und werde auch in der Wissenschaft nicht verwendet, sagten einige Lehrer der GEW.

Nach Informationen des Kultusministeriums handele es sich aber um Pflichtstoff aus dem Bildungsplan, trotzdem hätten viele Lehrer den Begriff nicht behandelt. Wie viele Schüler betroffen sind, ist unklar, weil zwei Prüfungsaufgaben zur Wahl standen.

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Die Lehrer des Bundeslandes reagierten empört auf die Panne und das Verhalten des Kultusministeriums. Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz sagte am Donnerstag, dass das Kultusministerium versuche, die Schuld den eigenen Lehrern zuzuschieben.

Moritz: „Bei der GEW melden sich Lehrkräfte, die übereinstimmend berichten: Die Abi-Aufgabe war falsch formuliert.“ Das Verhalten des Ministeriums sei eine Frechheit.

Die Schüler haben am Ende den Stress

Die Schüler hatten die Abi-Prüfungen in Gemeinschaftskunde am 6. Mai geschrieben. Am Mittwoch entschied sich das Ministerium, den Betroffenen den Zugang zur Nachprüfung zu gewähren, die eigentlich für krankgeschriebene Jugendliche angeboten wird.

Die Schüler hatten ab Mittwochnachmittag 24 Stunden Zeit, zu entscheiden ob sie die Prüfung erneut schreiben wollen oder nicht – ohne ihre ursprüngliche Note überhaupt zu kennen. Die Nachprüfung wird bereits am Freitag stattfinden (17.5).

Elternvertreterin Pia Moog übte in der Zeitung herbe Kritik: „Mich stört, wie das Problem den Schülern vermittelt wurde. Der Fehler liegt nicht bei den Schülern, aber die haben jetzt den Stress.“

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